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Die Denkmalsanierung II – die Erstinstandsetzung

Die Projektpartner starteten gleich nach der notariellen Besiegelung des Hauskaufs mit den ersten vordringlichen Maßnahmen: Entrümpelung und Entmüllung des Gebäudes, provisorische Notsicherungen prekärer Stellen in der Gebäudehülle, der Entfernung von schimmelsporigen Wandtapeten, schadhaften Putzflächen, von Schmutz und Rückständen. Schicht für Schicht wurde so abgetragen, um gewissermaßen an die Kernsubstanz des Bauwerks zu gelangen. Dieses bauarchäologische Herantasten gab wegweisende Einblicke frei in die künstlerische und kunsthandwerkliche Baugeschichte des Hauses. Es zeigten sich Spuren alter Wandfarben und Ausmalungen, Ornament-Partien kamen zum Vorschein, ebenso gut erhaltene, gediegene Holzdielen- und Sandsteinplattenböden. Diese Entdeckungen und Funde waren mit ein Grund, das Kulturdenkmal noch im gleichen Jahr 2011 am Tag des offenen Denkmals einem interessierten Besucherkreis erstmals öffentlich vorzustellen. Alles noch im „Rohcharakter“ begriffen, aber als kleines, charmantes Biedermeier-Juwel war das Platzmeisterhaus nun schon erlebbar.
Und man durfte von glücklicher Fügung sprechen, dass so viel Originalitäts-Vorrat an Ausstattung und Einbauten aus der Entstehungszeit und auch während der langen Verlaufsgeschichte bewahrt geblieben war.
Noch im Herbst 2011 begannen die Hauptarbeiten mit dem Zimmereibetrieb Hans Würth für die Erneuerung des Daches, von Teilen des Dachstuhls, der Giebel und der Traufen.
 

Erst-Instandsetzung