Die Denkmalsanierung I – die Denkmalrettung
Im Jahre 2011 war das Baudenkmal weit davon entfernt, als historischer Schatz erkannt und wahrgenommen zu werden. Das Platzmeisterhaus war massiv von Verfall, Einsturz und gar dem Totalverlust bedroht. An den Giebeldreiecken, in der Bedachung, im Bereich einiger Raumdecken waren bereits Teileinstürze erfolgt und Konstruktionshölzer durchgebrochen. Dies die Folgen einer langjährigen Bauvernachlässigung. Die damaligen Privateigentümer planten einen Verkauf zum Abbruch. Aufmerksam gemacht wurde der Denkmalverein Freudenstadt auf das „Abbruchhaus“ durch einen Immobilienfachmann. Dieser suchte nach Lösungen für die schwierige, hoffnungslos scheinende Baumasse. Im Laufe vieler Gespräche und Verhandlungen mit dem Denkmalamt, der Baurechtsbehörde und der Eigentümerseite wurde ein faires Ergebnis für einen Rettungskauf erzielt.
Um die anstehenden und künftigen Bau- und Sanierungslasten auf mehrere Schultern zu verteilen – erste Schätzungen für eine Wiederherstellung der Immobilie samt Grundstück beliefen sich (damals!) auf 300 000 Euro -, wurden zwei kultur- und heimatgeschichtlich engagierte Privat-Miteigner an der neuen Platzmeisterhaus-GbR beteiligt. Dennoch sollte es eine „Abenteuerreise“ mit schwer kalkulierbaren Kostengrößen und vieler steiniger, holpriger Umwegpfade werden.